Bei dieser speziell gegen den Morbus Meniere gerichteten Behandlung wird eine höherprozentige Lösung eines Lokalanaesthetikums (Mittel, das zur örtlichen Betäubung verwendet wird) durch das Trommelfell hindurch in die Mittelohrhöhle eingebracht.
Nach unserer Vorstellung wird hierdurch das vegetative Nervensystem des Innenohres kurzfristig blockiert. Danach scheint sich das Druckgleichgewicht des Innenohres wieder zu stabilisieren und die Schwindelattacken beruhigen sich.
Im Verlauf der Labyrinth Anästhesie kommt es zu einem vorübergehenden mehr oder weniger ausgeprägten Schwindel, weshalb dieser Eingriff einen stationären Aufenthalt von einer Nacht erforderlich macht. Die Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung und ist weitgehend schmerzlos und - wie bereits erwähnt - ohne Gefahr für das Hörvermögen.
|
Eine deutliche und dauerhafte Verbesserung der Schwindelattacken sahen wir bei ca. 85-90% unserer behandelten Patienten.
|
bei 20% unserer Patienten wurde eine Wiederholung wegen wiederkehrender Beschwerden erforderlich (Nach durchschnittlich 15 Monaten). Dies ist wegen der fehlenden Nebenwirkungen auch jederzeit möglich. Tinnitus und Hörvermögen konnten durch die Labyrinth Anästhesie in ca. 30% gebessert werden.
bei einem beidseitigen Morbus Meniere kann die Labyrinth Anästhesie gefahrlos auf beiden Ohren gleichzeitig durchgeführt werden, wie wir erfolgreich bei 87 Patienten zeigen konnten.